Geben Sie dem Darmkrebs keine Chance

Der März steht in ganz Deutschland im Zeichen der Darmkrebsvorsorge.

Der Darmkrebsmonat wurde im Jahr 2002 von der Felix Burda Stiftung ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Prävention von Darmkrebs populärer zu machen – in 24 Jahren wurde viel erreicht, aber noch immer sterben viele Menschen an der tückischen Krankheit, deren Tod sich hätte vermeiden lassen – wenn sie die Vorsorgeangebote angenommen hätten.

Darmkrebs ist eine sogenannte „stille Krankheit“, denn er wächst sehr langsam und verursacht meist viele Jahre keine Symptome. Dadurch wird er ohne die Vorsorgeuntersuchungen häufig erst in einem späten Stadium erkannt, was die Behandlungschancen verschlechtert. Darmkrebs ist derzeit die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen und die dritthäufigste Tumorerkrankung bei Männern in Deutschland, wie aus den Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten hervorgeht.

Früh erkannt sind die Heilungsaussichten dagegen sehr gut. Denn im Unterschied zu anderen Krebsarten entwickelt sich Darmkrebs auch aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Diese Wucherungen der Darmschleimhaut können bei der Darmspiegelung entdeckt sowie schmerzfrei entfernt werden.

Die Vorsorgekoloskopie gehört zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, die Sie beanspruchen können, auch wenn keine Beschwerden und keine besonderen Risikofaktoren vorliegen. Leider wird sie immer noch von vielen nicht genutzt. Laut Krankenkassenstatistiken gehen gerade einmal 20 Prozent der Berechtigten gehen zur Darmspiegelung. In Umfragen zum Thema nennen die Teilnehmenden, dass sie keine Beschwerden hätten oder es persönlich nicht für notwendig hielten. Ein weiterer Teil gibt an, die Untersuchung für unangenehm zu halten oder Angst davor zu haben.

Der Darmkrebsmonat ist eine gute Gelegenheit, sich diesem Tabuthema zu stellen, damit es keine tödlichen Konsequenzen hat. Ein erster Schritt ist ein Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.  Neben der Beratung können sie ihnen hausärztliche Praxen einen Stuhltest anbieten. Da sich Polypen im Darm häufig durch Mikroblutungen bemerkbar machen, bietet ein Stuhltest eine erste Möglichkeit, Hinweise auf bedenklichen Entwicklungen zu bekommen.  werden.

Gut zu wissen: Ab April 2025 wird die Früherkennung von Darmkrebs einheitlich und damit einfacher ausgestaltet. Frauen und Männer können dann ab dem Alter von 50 Jahren die gleichen Angebote des Darmkrebs-Screenings wahrnehmen. Außerdem wird das Intervall für den Stuhltest vereinheitlicht: Ab April 2025 gilt:

  • Darmspiegelung: Frauen und Männer können ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung (Koloskopie) im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen.
  • Stuhltest: Alternativ zur Darmspiegelung können Frauen und Männer ab 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest machen.

Wer sich zehn Jahre nach der ersten Darmspiegelung gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests machen. Bei auffälligen Stuhltests besteht außerdem immer ein Anspruch auf eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung.