Trotz erheblicher Fortschritte in der Forschung ist der Krebs längst nicht besiegt. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen für Bayern. Laut Mitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums sind Krebserkrankungen die zweithäufigste Todesursache im Freistaat. Konkret: Im Jahr 2023 in Bayern sind 15.525 Frauen aufgrund einer Krebserkrankung verstorben, bei den Männern lag die Zahl sogar bei 17.650.
Dabei kann Krebs in vielen Fällen geheilt werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Krankheit so früh wie möglich erkannt wird. Doch aus Angst vor einem positiven Befund und der Diagnostik vermeiden viele Vorsorgeuntersuchungen. Dabei ist Präventionsphobie die einzige Angst, die sogar tödlich sein kann – wenn zum Beispiel die Krebsvorsorge immer wieder verschoben wird.
Also: Seien Sie kein Frosch und nutzen Sie die Vorsorgeangebote. Für Hautkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Prostatakrebs gibt es effiziente Methoden zur Früherkennung, die die gesetzlichen und privaten Krankenkassen unter bestimmten Bedingungen bezahlen. So haben gesetzlich Versicherte ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebsscreening, das Hautärzte, aber auch Hausärztinnen und Hausärzte mit entsprechender Weiterbildung durchführen.
Achtung: Vorsichtshalber sollten Sie sich aber bereits vor Inanspruchnahme einer solchen Untersuchung bei Ihrer Krankenkasse über den Umfang der Vorsorgeleistung erkundigen, der erstattet wird. Weitere Informationen zum Umfang der Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen für gesetzlich Krankenversicherte finden Sie im Gesundheitsportal gesund.bund.de des Bundesministeriums für Gesundheit.
Auch gut zu wissen: Patientinnen und Patienten, die an dem HZV-Hausarzt-Modell teilnehmen, sind hier im Vorteil, da die hausarztzentrierte Versorgung großen Wert auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen legt. Ob Krebsvorsorge, allgemeine Check-ups oder Impfungen – Ihre Hausärztin, bzw. Ihr Hausarzt sorgt dafür, dass Sie keine wichtigen Untersuchungen versäumen.
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